Dienstag, 11. Juni 2013

Mai/Juni 2013


   “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt Seiner Hände Werk!”         ~Psalm 19,2~

   Liebe Freunde, es wird mich wohl kaum jemand um die hiesige Hitze-(dauer)welle bejammern und Recht habt ihr. Vor ein paar Wochen bin ich um-gezogen um etwas näher am Campus zu wohnen und hier ist es noch ein paar Grad wärmer. Die hohe Luftfeuchtigkeit fühlt sich an wie eine Decke auf dem Kopf, aber meine Stimme bedankt sich recht herzlich dafür, für die ich nach wie vor dringend um Wiederherstellung bete.

   Im März musste ich die USA für ein paar Wochen verlassen um mein Visum zu verlängern. So waren wir als Team für 2 Wochen mit unserem Gründer, Loren Cunningham, in Südkorea unterwegs. Viel Anstrengung und Planung ging in dieses Projekt und wir hoffen demnächst noch ein paar Computer-Spezialisten aus Korea bei uns begrüßen zu können. Zur Halbzeit unserer Tour erklärte Nordkorea dem Süden den Krieg. In besagtem Moment waren wir interessanterweise gerade auf der Hauptbase des südkoreanischen Militärs. Einer der ranghöchsten Generäle des Landes hatte uns zum Mittagessen eingeladen. Für den fiel das Essen dann leider etwas kürzer aus. Bevor er ging beteten wir aber noch gemeinsam für und mit ihm und um die politische Spannung. Er war so froh und sicher, dass Gott Seine Hand im Spiel hatte und wir ausgerechnet heute auf der Base waren. Ich war sehr dankbar, dass die Lage nicht im Geringsten eskalierte. Ich hätte dieses mal wahrscheinlich überhaupt nichts mitbekommen, wäre ich nicht ein treuer Nachrichtenverfolger. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die Mannschaft von der Tagesschau, (und berichtet hin und wieder ruhig mal was Gutes;-). In 12 Tagen hatten wir also 17 Veranstaltungen; jeden Tag in einer anderen Stadt. Der typische Tagesablauf: 7:30Uhr aufstehen, 1-4 Stunden fahren, Gebetstreffen, aufbauen, 3 Stunden Veranstaltung, Fragen beantworten, für Leute beten, abbauen, 1-4 Stunden fahren, und spät nachts total erschöpft ins Bett fallen. Meistens schliefen wir, in "Korean style", auf einem beheizten Boden. Das fand ich auch total super ... zumindest die ersten    10 Minuten, dann hab ich meine Meinung revidiert und mir jede Nacht schier den Hintern verbrannt, so hart und heiß war der Boden. Zwischendrin hatten wir auch ein paar evangelistische Veranstaltungen in denen sich hunderte Menschen, vorwiegend Studenten, für ein Leben mit Jesus entschieden. Da Südkorea allerdings derzeit das wohl christlichste Land der Welt ist, war unsere Botschaft meistens den Gemeinden gewidmet. Ein Gottes-dienstsaal fasst zwischen 2-5000 Sitzplätze und oft finden mehrere Veranstaltungen hintereinander statt. Mit seinen 78 Jahren sprach Loren von verschiedenen Missionsbewegungen der letzten 500 Jahre. Er berichtete auch von seinem ersten Besuch in Korea. Die meisten Zuhörer waren damals noch gar nicht geboren, und Loren begrüßte sie herzlich in Korea, da er ja zuerst da war (die Gemeinden brachen jedes mal in Gelächter aus). Er erinnerte sie daran wie sich innerhalb einer Generation das ganzes Land dem Glauben zuwandte, von einem der ärmsten zu eines der fortschrittlichsten Ländern aufstrebte, und neben den USA heute die meisten Missionare welt-weit aussendet. Der ethnisch und geschichtlich identische Norden blieb jedoch in der Entwicklung völlig zurück, leidet unter Armut und steht auf dem Index für Christenverfolgung momentan leider an erster Stelle und das mit Abstand. Der Aufruf an die Gemeinden war sich an einer neuen Missionswelle, durch das Internet, zu beteiligen und die so ausgeprägte, koreanische High-Tech Industrie für die Ausbreitung der Guten Nachricht zu nutzen. 


   Der Raphael und ich haben uns riesig über den Überraschungs-besuch meiner Eltern und meines Onkels, Michael, gefreut. Mich flogen sie ein, oder aus; wie man’s nimmt. Wir waren total ermutigt und haben die Zeit sehr genießen können. Es war das erste Mal, dass meine Eltern den Atlantik über-querten. Klein ist die USA ja nicht gerade. Der Bundesstaat Kalifornien alleine ist größer als ganz Deutschland, aber wir konnten in den Tagen doch einiges sehen. Da meine Eltern erst 'ne halbe Woche vor Urlaubsantritt ihren Flug buchten, war die Zeit von vorne herein von Spontanität geprägt. Kurzer Hand entschlossen wir uns einen "kleinen" Roadtrip durch Kalifornien, Arizona und Nevada zu machen. Mein Papa musste zwar so tun als ob er auf einer Harley sitzt, aber auf der "Route 66" zu fahren war trotzdem ein kleiner Traum der in Erfüllung ging. Hin und weg waren wir alle vom Grand Canyon. Du stehst vor diesem ries(s)igen Abgrund, der sich mit seinen 400 km quasi eimal quer durch Deutschland graben würde, und denkst, "man bin ich klein; man ist das ein großes Loch; was für ein Gott, genial!" Und für eine kurze Zeit vergisst man alle so groß scheinenden Probleme (und Stimmschmerzen von der trockenen Wüstenluft) und genießt es klein zu sein; ganz gut aufgehoben in Gottes großen Händen. Ähnlich erging es uns mit den atemberaubenden "Redwoods", riesigen Bäumen durch die man mit einem Auto durchfahren könnte und dort teilweise schon über 2000 Jahre lang vor sich her wachsen. Oder der endlosen Weite der Wüsten mit ihren vielen Gesichtern. Oder des Meeres, auf das wir rausfuhren um einem Wal und ihrem Walbaby auf den Flossen zu sein, begleitet von Delphinen und Seelöwen. Zusammengefasst: Wir waren erfrischt, fasziniert und dankbar für die erholsame Zeit, geprägt von guten Gesprächen, Abenteuer, Spätzle und Gottes wunder-baren Schöpfung. 
    Ganz herzlich grüße ich Euch und wünsche jedem eine neue Freude an Gottes Schöpfung und ein tiefes Verständnis dafür, dass du Gottes Hand nicht entgleiten wirst!                                  ~Tobi

















 “Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen Sein unsichtbares Wesen, Seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an Seinen Schöpfungswerken wahrnehmen.”  ~Römer 1,20~







    

Donnerstag, 3. Januar 2013

Dezember/Januar 12/13


MERRY CHRISTMAS AND A HAPPY NEW YEAR...

    Vielen, vielen Dank für all' die lieben Weihnachtsgrüße. Ich weiß es hört sich etwas  klischeehaft an wenn ich sage, dass man zur Weihnachtszeit die heimischen Traditionen, Freunde und Familie ganz besonders vermisst, aber auf mich trifft es auf jeden Fall zu. Umso mehr habe ich mich über jede kleine Nachricht, Karte, Brief oder Schoklädle aus Deutschland unendlich gefreut. Da wird die innere, gefühlte Verbundenheit dann etwas greifbarer. 

    Ja, wie ist/war Weihnachten auf Hawaii so? Auf alle Fälle braucht man keine Handschuhe und der Mantel ist auch völlig überflüssig. Spaziergang am Strand, das Jahr nochmal vor dem inneren Auge vorüber ziehen lassen, tiefe Dankbarkeit, ja, dass war mein persönliches Weihnachtshighlight in den letzten Tagen. Ich verbringe meine Feiertage in einem kleinen Haus, bei einer ganz lieben, 76 jährigen Oma eines Freundes (Alex, 22 Jahre alt). Alex   kenne ich noch von meiner Zeit aus England, und traf ihn das erste Mal vor 6 Jahren. Aber erst Anfang letzten Jahres hat er sein Leben endgültig dem Herrn anvertraut. Über einen Zeitraum von 2 Tagen erzählte er mir seine Geschichte von vorne bis hinten. Wie Gottes Liebe ihn ständig “verfolgte”. Wie er jahrelang stecken blieb im Spiritismus, totaler Einsamkeit und Depression. Wie seine Familie um ihn kämpfte und er dann endlich den erkannte, der ihm ständig auf den Fersen war, der um seine tiefsten Sehnsüchte weiß und ihn bedingungslos lieb hat, Jesus! Nun besucht er für ein paar Tage seine Oma und wird dann auf unseren Campus kommen und will eine Jüngerschaftsschule besuchen um Jesus besser kennen zu lernen. 

    An Heilig Abend saß ich mit Alex in einem Zelt in dem gerade das Krippenspiel von den süßesten hawaiianischen Kindern aufgeführt wurde. Vielleicht traf es mich noch nie so sehr wie dieses mal, aber auf einmal wurde Weihnachten so real für mich. Jesus war DA, mitten unter uns in diesem Zelt, und Jesus war auch in den Kirchen und den Wohnzimmern in denen ihr Heilig Abend gefeiert habt. Aber Jesus kam zuallererst für Menschen wie Alex, der durch ein paar doofe Entscheidungen zeitweise jeglichen Hang zur Realität verloren hatte, der einen Becher nicht mehr von einem Handy unterscheiden konnte (Jona 4,11). Jesus kam um zu suchen und zu retten was verloren ist (Luk 19,10). Er kam in einem Stall zur Welt, nicht in einem Palast oder einer schönen Kirche oder einem Zelt auf Hawaii ;-). 
So wünsche ich uns allen für dieses neue Jahr, dass Seine Liebe durch uns scheint. Das wir nicht nur ein Licht dem Licht sind, sondern ein Licht in der Dunkelheit; ein Licht den Kranken, Vergessenen und Einsamen.  

    Die letzten Wochen und Monate war ich mit unserem “Remix Kurs” be-schäftigt, eine Art Leiterschaftskurs für 17 junge Leute. Gemeinsam planten wir die nächsten praktischen Schritte, um dass zu verwirklichen was Gott ihnen aufs Herz gelegt hat. Für andere ging es mehr darum bestehende Dienste weiter zu entwickeln. Als Kernteam gehen wir ebenfalls druch eine intensive Planungzeit und sind damit beschäftigt Prioritäten für 2013 zu setzen: Durch wen könnte unser Team erweitert werden; wo und wie können wir verschiedene  Modelle für missionale Gemeinschaften schaffen; wer ist für was verantwortlich. Manchmal platzt mir schier mein Kopf dabei. Bei dem ganzen Planen, Gesprächen und endlosem Nachdenken fällt es mir dann schon öfters recht schwer zur Ruhe zu kommen. Vielleicht hat der ein oder andere von euch manchmal die gleichen Symptome ;-). Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt der beste Schläfer bin. Meine Nächte sind deswegen momentan mehr von Gedanken, Skizzen, Tagebucheinträgen, Büchern und Begeisterung geprägt als mit auf’s Kissen sabbern, Schnarch-konzerten und REM-Schlafphasen. 

    Ansonsten geht es mir aber sehr gut. Für meine angeschlagene Stimme dürft ihr gerne und bitte auch weiterhin beten. Auch um Gottes unendlich wertvolle  Weisheit für unser Team, sowie ein Kopf der nachts zur Ruhe kommen kann. Ich habe oft das Gefühl, dass unser Unternehmen ein mega Potential hat über die nächsten Jahre viele Menschen zu einer echten Beziehung mit Jesus zu führen und eine Struktur zu schaffen in der sie auch weiterhin begleitet werden können. 

    Im Januar starten wir eine missionale Gemeinschaft hier in Kona, eine Art Pilotphase für uns als Team. Gleichzeitig betreuen wir aber noch 3 andere Teams in Kanada, USA und Neuseeland und können somit Erfahrungsberichte austauschen und voneinander lernen. Innerhalb diesen Jahres hoffe ich weitere 3 Teams zu schulen und in unseren Lernprozess mit einzubinden die sich mehr auf Westeuropa konzentrieren. Ein Team geht nach 

Spanien, eines nach Dänemark und eines nach Deutschland. Jedes dieser Teams besteht momentan aus mindestens 6 Personen. Ich freue mich unendlich darüber wie schnell Gott die Türen öffnete und ich ganz tolle Menschen treffen durfte die sich für missionale Gemeinschaften begeistern ließen. 

    Ich wünsche Euch allen von ganzem Herzen ein wunderschönes, und von schönen Wundern volles, neues Jahr. Möge es ein fruchtbares und unvergessliches sein. Mögen unsere Herzen und Augen aufgeschlossen sein für Gottes täglichen Liebesbeweisen an uns alle. 
     
   Gott befohlen und liebe Grüße,
Euer Tobias!












Mittwoch, 19. September 2012

September/Oktober 2012


Mission  im  21. Jahrhundert 

    Nach 6 Jahren habe ich nun mein Studium zum Bacherlor in Church Ministries und Biblical Studies erfolgreich beendet. Ich bin sehr dankbar für die abwechslungsreiche Zeit und die vielen wertvollen Erfahrungen, die ich machen durfte. Ich freue mich natürlich riesig, obwohl es schon auch ein etwas komisches Gefühl ist, dass sich dieses Kapitel meines Lebens nun endgültig schließen wird.

    Über mein Studium habe ich schon öfters berichtet und will deshalb diese Zeilen nutzen um ein bisschen mehr über meine neue Stelle auf dem Haupt-campus von Jugend mit einer Mission in Kona, Hawaii zu berichten. Unser Bemühen lässt sich im Grunde wie folgt zusammenfassen: “Das praktische Weiterentwickeln von neuen (oder auch alten, wiederentdeckten) Gemeinde- und Missionskonzepten für die Zeit und Kultur in der wir momentan leben.” 
Kurz gesagt: gleiche Botschaft, neue Verpackung! Letztes mal schrieb ich ja bereits über den größeren Teil der Arbeit unseres Teams, den missionalen Gemeinschaften. Dieses mal will ich von dem zweiten Teil meiner Arbeit berichten, die mich ebenfalls mindestens genauso begeistert. 

     Als Christen sind wir dazu aufgerufen die Menschen dort abzuholen, wo sie gerade sind, und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich sicher genug wissen sich auf eine tiefere Gesprächs- ebene einzulassen. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich dieser Ort immer wieder verändert. Manchmal waren es die Straßen und Gassen, manchmal die Kirchengebäude und heute sind es oft unsere Wohnzimmer. Ein solcher geschützter Ort befindet sich für viele Personen mittlerweile auch vor dem Computer-Bildschirm im eigenen Haus. Immer mehr Menschen leiden an Einsamkeit und verlieren sich in der virtuellen Welt. Über 2 Millionen Menschen weltweit, suchen täglich im Internet nach Antworten auf ihre Lebensfragen und nach Gott. Global Media Outreach, Campus für Christus und Jugend mit einer Mission sind Missionsgesellschaften, die auf diesem Gebiet eng miteinander zusammen arbeiten, um genau solchen Suchenden über das Internet zu begegnen. Gemeinsam fluten sie das Netz mit leicht verständlichen Informationen über den christlichen Glauben. In schon wenigen Jahren wird jede Person, egal wo sie sich auf der Erde befindet, über ein Wi-Fi (Funk) Satellitensystem Anschluss an das Internet haben. Das bedeutet, dass schon sehr bald JEDER Mensch die Möglichkeit hat das Evangelium zu jeder Zeit und an jedem Ort zu hören. Genial oder?!   

     Hier bietet sich nun uns Christen, die wir Jesu’ Missionsbefehl folgen wollen, eine so weit geöffnete Tür, die es in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie gegeben hat. 
Wenn jetzt eine Person auf solch einer Internet-Seite landet, hat sie nicht nur die Möglichkeit das Evangelium zu hören und ihr Leben Jesus anzuvertrauen, sondern kann ebenfalls mit sogenannten „Online-Missionaren“ über E-mail in Kontakt treten.  

   Die Online-Missionare werden sozusagen zur ersten Anlaufstelle für schwierige Fragen und/oder zu Ratgebern, wie die nächsten praktischen Schritte für ein Leben mit Jesus aussehen könnten. Durch diese äußerst schnell wachsende Arbeit hatten innerhalb von ein paar Jahren mehrere Millionen Menschen den ersten Kontakt mit der frohen Botschaft. Wir durften miterleben, wie dadurch schon über 1 Millionen Menschen weltweit zum Glauben an Jesus Christus kamen. Ihr könnt euch vorstellen wie begeistert wir alle sind. Fast täglich bin ich über das Internet mit Menschen aus der ganzen Welt in Kontakt, die sich oft erst vor wenigen Minuten für ein Leben mit Jesus entschieden haben. Andere wollen mehr über Jesus wissen oder wollen einfach nur in ihrem Glaubensleben wachsen. 

    Diese Platform öffnet uns aber noch eine ganz andere Möglichkeit. In der traditionellen Missionsarbeit bilden wir ein Team aus, welches wir dann in ein bestimmtes Gebiet aussenden. Innerhalb von ein paar Monaten ist es ihnen vielleicht gelungen eine Gruppe von Menschen zu finden, die Interesse am Glauben haben und sich nach Gemeinschaft mit anderen Christen sehnen. Eine kleine Hausgemeinde wird gegründet. In der Zukunft könnten wir diesen Prozess teilweise vereinfachen, indem wir die Kontakte von Menschen, die wir schon seit längerem über das Internet begleiten an unser Team weitergeben. Auf diesem Weg könnte der Anlaufprozess für die Gründung einer neuen Hausgemeinde verkürzt werden. Es soll ja nicht nur bei einem abstrakten “Internet-Glauben” bleiben, sondern letztlich in die echte und lebendige Gemeinschaft mit anderen Glaubensgeschwistern führen.
     
     Am 24. September (Hilfe, viel zu früh) führt mich mein nächstes Lebenskapitel dann auf die andere Seite der Kugel. Ich würde mich sehr über Post, kurze Mails, Anrufe und natürlich auch Besuche von euch freuen. Ein Stückchen Heimat in der Fremde tut der Seele einfach immer besonders gut. Es soll ja angeblich sehr schön dort sein, also tut euch keinen Zwang an. Ich würde euch auch eine Ananas mit Kokosnussmilch kalt stellen. ;-)
     

   Gott befohlen und liebe Grüße
-Tobias Hartmann-

“Ein neuer Weg ist immer ein Wagnis. Aber wenn wir den Mut haben loszugehen, dann ist jedes Stolpern und jeder Fehltritt ein Sieg über unsere Ängste, unsere Zweifel und Bedenken.”        

















Bilder 1: Plaza der Nationen auf dem JMEM-Hauptcampus in Kona, Hawaii.

Bild 2: Versammlungsraum in Hurlach. Nach 2,5 Jahren ist nun auch hier meine Zeit zu Ende.

Bild 3: Studium und praktischer Einsatz in Südafrika.

Freitag, 11. Mai 2012

April/Mai 2012

In Deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude  - Psalm 16.11 -


Schnee? Echt jetzt; Schnee am Ostersonntag? Ich weiß nicht wie es dir geht, aber bei mir ist dieser Tag irgend-wie mit schönem und einigermaßen warmen Wetter verbunden. Umso überraschter war ich an diesem Morgen als ich aus meinem großen Schloss-fenster, hier in Oberbayern, rausblickte. Aber im Laufe des Tages kam mir dann der Gedanke, dass es irgendwie doch auch ein schönes Bild für die Auferstehung ist. „Alles weiss, alles neu, alles klar und so rein. Ein neuer Anfang, Er bezahlte den Preis und ich darf wieder lebendig sein.” 
    Trotz der Kälte ging es recht lebendig bei uns zu. Über Ostern leiteten wir nämlich ein Camp für eine italienische Gruppe. Unser Thema war „Mission und Weltanschauung“. Wir beschäftigten uns also mit der Frage in welche Richtung sich unsere Gesellschaft momentan bewegt und wie wir auf eine zeitgemäße Art den Menschen Gottes Liebe weiter geben können. Noch wichtiger als über dieses Thema zu sprechen, ist Gottes Liebe auch selber zu empfangen und anzunehmen. Wie sonst können wir sie an andere weiter geben. Seine Liebe ist nicht nur Theorie, sondern auf vielerlei Weise praktisch und „erlebbar“, weil „Er lebt“! 
„Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.” 
-Römer 5.5-
    So war es ein wirklich schöner Moment als diese 24-jährigen italienischen Jungs, mit Tränen in den Augen auf mich zukamen und mir zuflüsterten wie sehr sie von der riesigen Liebe des Vaters, für sie ganz persönlich, berührt wurden. Einige der Teilnehmer sind erst seid 1-2 Jahren Christen und es war traurig zu hören, wie schwer sie es in ihrer Umgebung haben einen lebendigen Glauben an Jesus zu leben. Für mich war es deshalb ein ganz besonderes Ostern und ich bin wieder neu begeistern von der Liebe des Vaters die uns Jesus durch Seinen Tod, und Seiner Auferstehung nahe gebracht hat.
    Die Zeit daheim mit Familie, Freunde und Gemeinde, hat mir wie immer sehr gut getan. Das viele Hin und Her, wegen der Arbeit, aber auch des Studiums wegen, ist eine Bereicherung und eine Last zugleich. Da tut es der Seele überaus gut für eine Weile an einem Ort zu sein, einen den sie Heimat nennt.   
In den nächsten Monaten werde ich vor allem mit verschiedenen Camps und Projekten für Gemeinden und JMEM beschäftigt sein. Oft bin ich dafür in unserem Zentrum in Hurlach. 
“Das Evangelium macht Christen; man sieht es ihnen nicht an den Kleidern an, sondern an den Werken der Liebe.”  -Martin Luther-


    Ich könnte noch vieles zum „Jetzt” sagen, möchte euch aber lieber eine kleine Vorausschau in meine Zukunft geben. Mitte August werde ich mein Gemeinde-Studium und damit einen langersehnten Traum abschließen. Mein ursprünglicher Plan war es dann komplett in die lokale Gemeindearbeit zu wechseln, aber es scheint mir, dass Gott momentan noch andere Pläne für mich hat. Mein Studium und meine Leidenschaft hat ja viel mit Gemeinde zu tun: Gemeindegründung, neue Gemeindeformen/Konzepte, Hauskreise und missionalen Gemeinschaften (eine Art Hauskreis, dessen Schwerpunkt auf Kirchenfremde und Mission liegt. Sie möchte die Gemeinde nahbar machen, für diejenigen, die sonst keinen Fuß in eine Kirche setzen würden. Das gilt für den Westen genauso wie für Orte wo Christen verfolgt werden.) Ich kann mir gut vorstellen, dass Gott in diesem Bereich noch einiges tun möchte. Die Botschaft der Gemeinde bleibt die Gleiche, aber die Art und Weise wie wir Gemeinde leben, nach innen und nach außen hin, muss sich immer wieder neu entwickeln. Unsere Gesellschaft, Kultur und Umstände sind anders als vor 2000 Jahren, aber auch als schon vor 20 Jahren. Und genau an diesem Punkt sind wir in der Missionsarbeit gerade kräftig am Ausprobieren und Weiterentwickeln. Wir beten und tüfteln an Ideen herum, wie wir Menschen in der Postmoderne und aus allen Kulturen am Besten zu Jüngern Jesu‘ ausbilden können.      
    Für mich hat sich da letztes Jahr in Burtigny-Schweiz, eine sehr interessante Tür aufgetan. Dort traf ich ein junges Ehepaar, die auf unserem JMEM Haupt-Campus in Kona-Hawaii, genau diese Arbeit aufbauen. Sie baten mich mir darüber Gedanken zu machen und Gott zu fragen, ob ich nach meinem Studium, ein Teil ihres Kernteams werden möchte. Zu deiner Überraschung (schätze ich:-) war ich zwar begeistert von der Arbeit, aber ziemlich enttäuscht davon, dass sie soweit weg liegt, nämlich auf Hawaii. („Leiden für den Herrn”, gell, haha). Nein ehrlich, ich bin nun im achten Jahr, wo ich den Großteil meiner Freunde, Familie und Heimat vermisse und für mich ist das keine kleine Herausforderung, was mir von Jahr zu Jahr auch bewusster wird. Wie lange werde ich dort sein? Normalerweise arbeiten wir in 2 Jahres-einheiten, persönlich habe ich für mich 1-1,5 Jahre angepeilt und freue mich natürlich riesig auf die Arbeit dort, auch wenn sie schon wieder so weit weg ist. Ebenfalls freue ich mich darauf, dass meiner geschädigten Stimme das schwüle Klima richtig gut tun wird. 

   An dieser Stelle will ich mich noch mal ganz herzlich bei allen bedanken die mich die letzten Jahre mit Gebet, Finanzen und Ermutigungen so treu beschenkt und durch getragen haben. Auch zu den Zeiten wo ich selbst an meinem Weg und meiner Gesundheit zweifelte. Danke auch dafür, dass ich es euch wert war in meine Weiterbildung zu investieren. Vielen Dank. 
-Tobias Hartmann-

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Oktober 2011

Deutschland, daheim, drei d & Draumwetter

Nach genau einem Jahr non-stop Programm bin ich nun wieder gut in Tamm angekommen. Angefangen mit dem Unterrichten an einer Bibelschule in Norwegen über Zwischenstopps in Südafrika, Ägypten, Schweiz, Zeltstadt =) und England, ging es nun als letzte Einheit wieder zurück nach Norwegen. Ich freue mich wie ein kleines Kind über diesen warmen Spätsommer den man sich schöner kaum vorstellen kann. Da ich schon in früheren updates von den einzelnen „Stationen“ berichtet habe, möchte ich mich nur nochmals bei allen Betern und Unterstützern von ganzem Herzen bedanken. Es war ein großes Privileg mitzuerleben wie Gott die Herzen der Menschen an den unterschiedlichsten Orten der Welt anrührte, wiederherstellte, rettete, heilte, und Hoffnung und Inspiration hinterließ.

„Danke Jesus, unser Heiland, Retter, Versorger und Lebens-spender, unser Tröster im Leid und den Momenten in denen wir keine Antworten mehr haben, unser Durch-Träger, Erfrischer und Lehrer, Herr und Liebhaber, unser Spätsommer, der Wärme und Licht und Leben schenkt wo es eigentlich schon nass und kalt sein sollte."

Bis Anfang nächsten Jahres werde ich auf jeden Fall in Deutschland sein. Jetzt ist erst mal der Weisheitszahn dran =( Meine to-do Liste quillt auch über: Büro Kramm, Studium, Finanz-planung und Planung allgemein, Versicherungszeug, etc. Nächstes Jahr wartet noch ein 3-monatiger, letzter Kurs auf mich, mit diesem ich dann auch mein Studiums Ziel im akademischen Sinne erreicht habe, den „Bachelor of Arts in Biblical Studies and Church Ministries“. Diesen Kurs muss ich selbst auswählen.

Natürlich mache ich mir schon viele Gedanken wo mich mein Weg danach hinführen könnte, und Gott mich gebrauchen will. Die großen W-Fragen stehen mal wieder an, „Wie, Was und Wo? Hier wäre ich euch sehr dankbar für euer Gebet. Bestimmt bin ich nicht der Einzige der ein paar Entscheidungen zu treffen hat. Ein toller Vers an den ich mich gerade erinnere steht im Buch der Psalmen.

„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf Ihn, Er wird’s wohl machen.“ -Psalm 71,5-

Auch wenn diese Zeiten uns manchmal scheinbar in der Luft hängen lassen, finde ich sie doch sehr wichtig. Sie ziehen uns einfach wieder näher an sein Herz und erinnern uns daran, dass wir von Ihm abhängig sind. Wenn alles klar ist, wir unsere Position genießen können, keine Fragen mehr haben, dann kann sich eine falsche Sicherheit auch recht schnell einschleichen. Da bin ich dankbar wenn Er mich manchmal ein bisschen rüttelt, und daran erinnert, dass Er selbst meine Sicherheit sein möchte. Beruf, Position, Versicherungen, Finanzierungen, Gehalt, Haus, Ehepartner, Gesundheit, etc. sind alles tolle Geschenke die Gott uns auch gerne geben möchte.


„Alles was gut und vollkommen ist, kommt von dem Vater des Lichts.“ (aus Jakobus 1,17)


Aber daran sollten will unser Herz nicht hängen, dass sollte nur an dem Einen hängen. Natürlich müssen wir uns über diese Dinge Gedanken machen, aber ich glaube jeder weiß für sich selbst, wann der Punkt kommt wo diese Gedanken sich plötzlich zu Sorgen und schlaflosen Nächten entwickeln. In meiner Stillen Zeit habe ich mich die letzten Wochen mit dem 1.Mose beschäftigt, und möchte kurz die Kapitel 1-12 zusammen fassen:

1. Gottes Plan uns Menschen zu segnen, uns Gutes zu tun und uns mit dem was „gut“ ist zu versorgen. 2. Unser Versagen Gott zu vertrauen und das zu genießen was Er uns gibt. 3. Unser Versuch, das Gute für uns selbst, und auf unsere Weise festzuhalten. Jedoch versäumen wir es dadurch Gott zu vertrauen, der uns doch gerne verschwenderisch versorgen will.“


Das hat mich persönlich sehr angesprochen und getroffen und es war mal wieder Zeit zu sagen, „Vater, es tut mir leid, dass ich mich nach falschen Sicherheiten ausstrecke. Sei Du mein Versorger, hilf mir mich von Dir beschenken zu lassen, es zu erkennen und zu genießen. Sei Du selber meine Sicherheit, die niemals eine Inflation erleidet, die das Wort „Wirtschaftskrise“ gar nicht kennt =). Schenke mir die richtigen Gedanken wenn ich neue Verträge abschließe und meine finanzielle Zukunft plane, aber bewahre mein Herz bei Dir alleine.“


Ich freue mich einige von Euch demnächst mal wieder zu sehen.

In diesem Sinne,

Euer Tobias


--> Gebetsanliegen sind wie immer ganz unten zu finden.


(Bilder aus Schottland, Südafrika und Norwegen)









Donnerstag, 30. Juni 2011

Transparenz

3,5 min
Transparenz!

(lat. transparens: durchsichtig, durchscheinend, durchlässig)

In den letzten drei Monaten durfte ich den letzten Pflichtkurs meines Studiums für Gemeindearbeit erfolgreich abschließen und bin Gott so sehr dankbar für diese wertvolle Zeit. Der Kommunikationskurs fand in der Nähe von Genf, in der französischen Schweiz statt. Ein Thema, das mich dabei sehr beschäftigte, war die Sache mit der Transparents. Jesus hat sich nicht dafür geschämt Mensch zu werden, obwohl man ja meinen könnte, dass er da ein ganz schöne Stück auf der Karriereleiter abrutschte. Er hat sich mit uns Menschen identifiziert, indem Er selber einer von uns wurde. Seine Taktik war es auf unsere Ebene zu steigen, um uns dann die Liebe des Vaters zu offenbaren. Ist dir schon mal aufgefallen, dass Paulus im Laufe der Zeit immer schlechter von sich selbst redete. Er wurde zwar immer mehr in das Ebenbild Gottes gefeilt und geformt, aber im gleichen Zug sah er sich auch zunehmend selber im Licht Gottes, und wußte wie sehr er die Gnade Gottes nötig hatte. Witzigerweise wurde mir dadurch Paulus noch sympathischer.

Wie sollen wir unseren Nächsten erreichen, wenn wir als Christen oft so perfekt und unnahbar für andere erscheinen? Leider sind wir manchmal auch dafür bekannt schnell mit dem Finger auf andere zu zeigen. Jesus dagegen stellte sich neben uns; Er identifizierte sich immer zuerst mit den Menschen und holte sie dort ab, wo sie sich gerade befanden. Unsere Kommunikation sollte dann wahrscheinlich demselben Beispiel folgen. Wir wünschen uns mehr zu sein wie Er, aber wir sind noch nicht am Ziel und das ist absolut in Ordnung. Ich glaube die Leute um uns herum brauchen keine Menschen, die sich wie Aliens benehmen und auf einer anderen Ebene schweben, sondern Freunde die ebenfalls mit den täglichen Problemen des Lebens zu kämpfen haben und sie deshalb auch verstehen können. Wenn wir versäumen das zu vermitteln, dann wird es echt schwer jemandem mit der Liebe Gottes zu konfrontieren, weil du nämlich überhaupt gar keinen Zugang zu deinem Gegenüber hast.

Wenn ich transparent bin und anderen erlaube in mein Leben hinein zu schauen, dann begebe ich mich in diesem Moment auch immer in die Gefahr abgelehnt zu werden. Allerdings habe ich dann auch die Chance mitzuerleben, wie die andere Person ganz neue Türen für mich öffnet und wir in unseren Gesprächen und Beziehungen auf eine Herzensebene gelangen. Anstatt anderen Leuten ihre Schwächen aufzuzeigen, die sie ja meistens ohne hin schon sehen, oder zu versuchen den „Super-Christen“ raus zu hängen, hoffe ich auf mehr von diesen „Identifikations-Momenten“ in meinen alltäglichen Gesprächen.

Nach zehn Monaten non-stop mit Studium und Einsätzen bin ich erschöpft, glücklich und wahnsinnig froh über eine kleine zwei wöchige Pause hier in Tamm. Dann geht es noch einmal für drei Wochen in die Schweiz für ein Leiterschafts-Seminar. Da freue ich mich schon sehr darauf und bitte betet auch ganz besonders in dieser Zeit für mich um Gottes Reden und Leiten. Ich habe nur noch einen Kurs vor mir um mein Studium vollends abzuschließen. Diesen werde ich voraussichtlich dann zu Beginn des nächsten Jahres machen. Ansonsten weiß ich noch nicht genau wie es danach bei mir weiter gehen wird, gerade deshalb wäre ich für eure Gebete bezüglich der Tobi-Zukunft =) sehr, sehr dankbar.

In diesem Sinne, hab den Mut transparent für deine Mitmenschen zu sein. Wenn es keine Transparents mit deinen Mitmenschen gibt, dann gibt es wahrscheinlich auch nicht viel Transparents mit Gott. Es gibt anderen die Option dich anzunehmen oder abzulehnen, aber du bist echt mit Ihnen und das ist es eben was Gott liebt, dass ist Kommunikation auf der Herzensebene.

-> Gebetsanliegen und Termine findet ihr wie immer ganz unten auf der Seite.

(YWAM Burtigny, CH und Genf)






















The Fathers gift

(5 min. read)

In a little old house down on a blue lake, lived a widowed carpenter with his son. He was an excellent craftsman, and from early on his son loved watching the father work in the little workshop. The sound of planing off, layer after layer, making smooth the surface of the unworked wood, was music to his ears. His father taught him all there was to know about the art of carpentry.

After the fulfilling labour of the day he often wondered if he could ever be as wonderful a craftsman as his father. Pondering another question that touched something even deeper, he asked himself, “After my mother's death, does my father really love and accept me?”

Once a week they went fishing in a simple rowing boat his father inherited from his grandfather. Skillfully the craftsman was maneuvering the wooden boat around the big, sharp-edged stones that lurked beneath the surface of the lake.

During the weeks before his 18th birthday the master often released his son early from work. Late into the night, the noise of hammering resounded from the small backroom of the workshop, where the son wasn't allowed to enter. The excitement grew and he wondered what his dad was building. About a week away from his birthday, the father left the village overnight to finish up a job.

With the father gone, the son was working alone in the workshop, when he noticed the closed door of the backroom. He played with the thought of taking a little peek. But no, he promised his father he wouldn't. Half an hour later after a fierce battle in his mind he stepped in front of the forbidden door. A rush of adrenaline went through his trembling body as he pressed down the handle, and entered. A big white sheet was covering up a rather long object, elevated on two sawhorses. He grabbed the end and with a smooth, soundless slide the linen fell on the floor. Wow—he couldn't believe his eyes. Before him rested the most beautiful wooden masterpiece he has ever seen. A brand new fishing boat, painted with a light but warm brown, illuminating the whole backroom. Having lost all awareness of time he examined every detail of the extraordinary gift. For a split second he felt bad, knowing it would have meant the world for his father to be here now. But the wonder of the moment brought him right back, thinking about a little test ride. There was no way he could wait for another week.

His father wouldn't realize and he'd still be excited on his birthday. So he took the boat down to the lake. It was a windy day, and the waves were higher than usual. He gently lowered it into the water and pushed himself off the shore with his right leg. The boat moved smoothly through the waves, and the feeling was even better than imagined. For a few minutes the young man rowed to and fro, before making his way back to the shore.

Almost there, a big wave suddenly forced the little boat high up in the air. He lost control, and with a loud crash the boat shot down. He felt a sharp rock working its way through the bottom of the boat. Cold sweat ran down his neck as he saw the ugly hole. What should he do; there was no way he could repair this before the return of his father. He put the boat back into the workshop, and shamefully looked at the nasty damage. After placing the white linen back on, he closed the door behind him, and felt as terrible as never before.

His father came back on the next day. The following week his son didn't speak much, ashamed of himself and fearful of his fathers reaction.

Well, as weeks usually do, so also this one came to an end. He woke up one morning, knowing it could have been the greatest day of his life.

After a rather silent breakfast his father smiled and told his son that he prepared a special present for him. The son didn't know if his father saw the hole. There wasn't any extra hammering to hear, but he felt too scared to say anything until he really had to. Together they went to the backroom. With his big hands, the father motioned to a long object, covered with a white linen. The sons throat dried up, his face fell sad and, unable to fight it any longer, he felt the hot tears streaming down his face. He still didn't know what he would answer once his father saw the ugly hole. So he took the linen, and with one pull uncovered the stained masterpiece of his father. But what was that? The son couldn't find the hole where he had seen it last. The beautiful boat looked just like the first time he uncovered it, elegant and unused.

With unbelief he stared at his father, realizing that he secretly must have been repairing the damage while he was sleeping. The father came closer, interrupting his sons thoughts and, in a long, warm embrace, kissed him on the forehead. With no further explanation he looked him in the eyes, saying, “Happy birthday, my son!”