Dienstag, 23. November 2010

Nov-Dez

Asa'lamu Alaikum!

Für die, dies nicht wissen, dass war Arabisch und heißt so viel wie "Friede mit Euch", oder die bessere Übersetzung ist wahrscheinlich, "Friede auf Euch", worauf du dann mit "Walaikum u salam" antworten kannst.

Wir haben in unserem Kurs gerade fast jeden Tag 'ne Stunde Arabisch, aber ich muss schon sagen, es fällt mir nicht immer ganz einfach. Meine Lieblingsworte sind (ich versuche es gleich mal auf Arabisch) "Taxi, Pizza, ice-cream, coca cola und sandwiches," die konnte ich mir komischerweise sofort merken. ;-)

Bei all dem Arabisch-Unterricht, Pflicht-Lektüren, Kleingruppen, Einsätzen, Präsentationen und Unterrichts-Einheiten, dürft ihr gerne für Konzentration beten. Mit anderen Worten, meine Tage hier sind ganz schön voll gestopft. Von morgens bis mindestens 21:00Uhr abends und manchmal noch länger „non-stop“ Programm, und natürlich bin ich hier IMMER, Tag und Nacht, von Leuten umgeben.

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Ich hoffe ihr erlebt täglich Seine Fürsorge und Treue, und erkennt was Er in und um Euch herum wirkt. In Seiner Liebe verloren und verbunden,

Euer Tobi

--Gebetsanliegen findest du ganz unten--















Mittwoch, 6. Oktober 2010

September 2010



-Wie im Himmel, so auch hier!-

Mit allen auf und ab’s, kann ich trotzdem nur Staunen über die vergangenen Monate, die vielen Eindrücke die ich sammeln durfte und die vielen Menschen die ich traf. Wie die meisten von Euch wissen, ist meine Zeit in Hurlach, Bayern nun vorerst mal beendet. Auf jeden Fall war es eine geniale Erfahrung mit dem YWAM - Leiter von Deutschland zusammen zu arbeiten, und ich konnte dabei auch einiges dazulernen. Mein letztes Projekt war eine Mitarbeiter-Konferenz in Hessen, die ich organisierte, zu welcher 300-400 YWAM - Mitarbeiter aus ganz Deutschland zusammen kamen um dort, unter anderem, das 50 jährige Bestehen der Missionsgesellschaft, und Gottes Wirken in dieser Zeit zu feiern.

Direkt danach war erst mal mein Langersehnter Urlaub angesagt. Ein paar Freunde aus Amerika luden mich zu einer Rundreise in die Staaten ein. Was für ein riiiiiesen Geschenk! Ich wollte schon immer mal so was machen, und es tat einfach so gut für ’ne Weile den Kopf frei zu haben, auch wenn ich leider eine Woche krank war.

Der Sommer war wieder mal total spitze. Auf der Zeltstadt (Familienfreizeit) wurden auch dieses Jahr wieder so viele junge Menschen von Gottes Vaterliebe berührt. Für manche war es das allererste Mal. In meiner Kleingruppe z.B. gab jemand noch am letzten Tag sein Leben an den Herrn Jesus. Wir waren alle soooo begeistert, so etwas kann einen einfach nicht kalt lassen. Ein Leben, das für immer verändert wurde. Auf jeden Fall wurde ich sehr ermutigt während den letzten Monaten und darf immer wieder feststellen, dass das größte Abenteuer unseres Lebens ER selber ist! Zu sehen wie sich Sein Königreich auf der Erde und in Menschen, in unseren Beziehungen, unseren Arbeitsplätzen und Städten ausbreitet, und dann auch noch das Privileg zu besitzen ein Teil davon sein zu dürfen ist ganz einfach das Größte. Wie im Himmel so auf Erden, und dort wo auch immer ER dich hingestellt hat.

Es ist nicht nur enorm wichtig, sondern es macht auch so viel Freude Gott zu fragen was Seine Pläne und Träume für die Menschen und Situationen um uns herum sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nicht nur beten sollen, dass Sein Reich sich ausbreitet, sondern dass uns Jesus ebenfalls dazu einlädt ganz praktisch mit Ihm zu bauen. Nicht nur Sein Herz für jemanden zu bekommen, sondern dann auch ein Teil der Lösung sein, so gut wir dass eben können.


Unterricht in Norwegen

Vor 3 Wochen war ich dann noch für eine Woche in Norwegen, um wieder auf der „Schule für Evangelisation“ zu unterrichten. Ich liebe die Studenten dort, die sind echt so spitze. Freitagnacht gingen wir dann noch von 12-4 Uhr morgens auf die Strassen von Skien, und sprachen und beteten mit allen möglichen und unmöglichen Leuten. Als es dann vor unseren Augen zu einer bösen Schlägerei kam und mir jemand erzählte, dass erst vor ein paar Monaten direkt vor der Base jemand erstochen wurde, dachte ich nur wie gut es ist dass Jesus, in mitten des Chaos, Seine Leute hinein gestellt hat. Wir dürfen wie ein Leuchtturm sein, für all diejenigen, die in den Stürmen ihres Lebens untergehen und das sichere Land nicht mehr sehen können.




Mittlerweile bin ich schon seit 10 Tagen hier in Kapstadt, Südafrika, um mein Studium für Gemeindearbeit und Mission weiter zu verfolgen. Der Kurs nennt sich „Gemeindegründung & Leiterschaft“. Eines der Schwerpunkte wird dabei auch Islam und Gemeindegründung unter den Unerreichten sein. Das sind Volksgruppen die noch nie das Evangelium gehört haben und die größtenteils auch niemanden haben der es Ihnen weiter geben könnte (Missionare, Pastoren, Gemeinden) Ich werde das nächste Mal noch etwas näher darauf eingehen (aus Sicherheitsgründen aber nicht zu viel =). Auf jeden Fall bin ich zu Weihnachten dann schon in Ägypten um dort für 3 weitere Monate unter einer Unerreichten Minderheit zu leben. Hatte heute meine erste Arabisch-Stunde =) aber für die paar Monate muss es wohl ein eher oberflächliches Arabisch tun (pure Faulheit =). Für die Vorbereitungen darauf hin und auch den finanziellen sowie den Sicherheitsaspekten des Einsatzes bitte ich euch dringend um Gebet, ohne dem geht gar nichts, ehrlich.

Bleibt nur noch eines zu sagen, Südafrika ist nicht besonders sicher, aber verdammt schön. Heute Mittag war ich ’ne Runde joggen um meinen Kopf ein bisschen frei zu bekommen. Als ich dann oben auf dem Berg angekommen bin, sah ich unten im Meer auf einmal zwei Wale die immer wieder aus dem Wasser sprangen. Giiiigantisch, sag ich euch, einfach klasse. Nee ehrlich, so ein schönes Land, und ich hoffe doch sehr, dass ich bei all dem studieren auch etwas davon sehen kann.

Gott mit Euch! Ganz liebe Grüße vom Tobi, der dieses Jahr mal wieder dem Winter entkommen ist, uuuuuhahahahaha =) lieb Euch!

--Gebetsanliegen und Termine sind ganz unten--

PS: Für diejenigen, die Englisch verstehen, rechts habe ich einen neuen Clip geposted. "Don't give up on me"




Donnerstag, 4. März 2010

Oktober - Februar

„Man lebt nur einmal“


Filme anschauen, Bücher lesen, interessante Klassen – Diskussionen, deutsches Essen, und dass alles in einem kleinen Jagd - Schlössle, von dem aus man bei gutem Wetter sogar die atemberaubende Berge sehen kann. Ganz so kann man sich die letzten Monate meines Lebens nicht gerade vorstellen, aber zumindest waren diese Komponenten ein Teil davon. Die Schule für Biblisch – Christliche Weltanschauung ist auf jeden Fall eine sehr bereichernde Erfahrung für mich gewesen. Worum es dabei ging schrieb ich ja schon das Letzte mal.


Was mich in den letzten Monaten sehr beschäftigte, war die Krankheit und der Tod einer guten Freundin. Leah war 28 Jahre alt, kam aus Amerika und war die letzten 5 Jahre bei YWAM Australien beschäftigt. Sie war auch in meiner Weltanschaungsschule und bekam im Oktober ziemlich starke Schmerzen in ihrem rechten Bein. Ich fuhr mit ihr dann nach München um durch eine Kernspintomographie mehr rauszubekommen, nachdem die örtlichen Ärzte nicht so richtig helfen konnten. Wir waren wie gelähmt als wir auf dem Bild einen großen Tumor zu sehen bekamen, der auf ihre Wirbelsäule drückte und die Schmerzen verursachte. Während der Strahlentherapie wurden immer mehr kleinere Tumore und Metastasen in Leahs Lunge festgestellt die mit solch einer Geschwindigkeit wuchsen und streuten, dass man mit der Therapie nicht mehr hinterher kam. Sie entschloss sich dann heim zu fliegen um bei ihrer Familie zu sein. 1,5 Wochen später ging sie dann ganz nach Hause und sieht Jesus nun ganz unverschleiert (24.1.2010).

Für 4 Tage war ich dann selber noch in Chicago um bei der Gedenkfeier anwesend zu sein, als Freund und als YWAM-Hurlach Repräsentant. Ich verbrachte die Zeit bei Leahs bester Freundin und ihrem Mann. Trotz den vielen Tränen hatten wir wirklich eine sehr gute Zeit zusammen mit vielen guten Gesprächen. Was mich an der Gedenkfeier sehr beeindruckte, war dass die Trauer natürlich ein Teil dabei spielte, sie aber das Feiern nicht ersticken konnte. Wir feierten die 28 Jahre die Leah bekommen hatte und in denen sie unserem Gott diente und so vielen Jugendlichen ein Licht und Inspiration sein durfte.

Die Tränen mischten sich mit viel Lachen und ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber die Hoffnung die wir mit Gott haben, war in diesem Moment einfach so real und überwältigend für alle Anwesenden. Nicht nur die Hoffnung das Leah nun mit IHM ist, sondern auch die Hoffnung dass wir nicht in Bitterkeit, Enttäuschung und Frustration zurück bleiben. Gottes Wort verspricht uns nicht das wir nie durch schwere Zeiten gehen müssen, aber Gott verspricht uns dass Er ein guter Vater ist und das Er wahre Wiederherstellung, Heilung und Trost geben kann und will. Niemand anderes kann so etwas tun. Als ich mit Leah über dieses Thema sprach, sagte sie mir dass es OK für sie sei nicht zu wissen warum dass alles passiert. Sie wusste genau, dass sie niemals tiefer als in Gottes Arme fallen kann, selbst in dieser Situation.

In solchen Momenten muss man natürlich unweigerlich immer auch über sein eigenes Leben nachdenken, und ohne viele Worte darüber zu verlieren, die Ermutigung „Make yours count!“ Verschwende die Zeit nicht die dir gegeben ist. Genieße dein Leben, aber vergiss niemals Wer es dir gegeben hat und warum.

Im Oktober/November letztes Jahr, während des letzten Kurses, verbrachte ich viel Zeit im Gebet und hatte einige Gespräche mit Leuten die mir sehr nahe stehen, um dieses Jahr etwas durch zu strukturieren. Ich spielte mit dem Gedanken, für den Rest meines Studiums, bzw. die Monate zwischen den Kursen, wieder mehr in Deutschland zu sein. In diesen Tagen kam der YWAM Leiter von Deutschland, der auch hier in Hurlach wohnt (und übrigens auch ein waschechter Schwabe und CVJMer ist=) auf mich zu und bot mir an für eine Weile mit ihm zusammen zu arbeiten. So kam es das ich momentan nicht mehr in England bin, sondern wieder zurück in Deutschland. Die Assistenten-Stelle werde ich voraussichtlich bis zum Ende meines Studiums belegen, dann sehen wir weiter.

Momentan bedeutet das für mich allerlei interessante Projekte und Treffen, bei denen ich allerlei interessante Leute kennen lerne.

Ich könnte noch vieles mehr schreiben, aber wenn ich dass täte wäre die Welt nicht groß genug um die Bücher zu fassen, oder auch einige von euch wären zu faul (bzw. zu beschäftigt) um noch weiter zu lesen =)

In that sense „Enjoy your life, but do not waste it“!

Euer Tobi










Jugend mit einer Mission / Schloss in Hurlach, Bayern















Leah und ich






















Hier hat der Herr Luther die Bibel übersetzt und die schönste aller Sprachen ausgefeilt =)











Und hier liegt der Herr N. Zinzendorf drunter (Herrnhut)


Das Bundestagsgebäude am Tag der deutschen Einheit
















Links: Wittenberg (Luthers Thesen)









Rechts: Bundeskanzleramt, Berlin


--> Ganz unten findet ihr meine Gebetsanliegen und spezielle Termine.

Freitag, 9. Oktober 2009

Juli - September -China-


„Den Einen“

Ja, nun ist es auch schon wieder eine ganze Weile her als ich mich das letzte mal mit einem update meldete. Vielen Dank für alle die an mich gedacht, für mich gebetet und mich unterstützt haben während der letzten drei Monate die ich in China verbrachte. Dort leitete ich mit einer guten Freundin einen Einsatz mit einem Team aus England (das allerdings nur aus Nicht-Englischen Leuten bestand =). Eines unserer Hauptaktivitäten war es an theologischen Seminaren die Induktive Bibellese-Methode zu unterrichten, in der man versucht die Bibel so zu verstehen wie deren erste Leser es verstanden haben. Erst dann beschäftigten wir uns damit was der jeweilige Text nun für eine Auswirkung auf unser eigenes Leben haben könnte; im Bezug auf deren Probleme und Lebensumstände. Die Hauptsache allerdings war einfach nur Zeit mit den Chinesen zu verbringen. Wir lernten viele tolle Leute kennen und versuchten sie nicht in eine „Christ“ oder „Nicht-Christ“ Kategorie einzuteilen, sondern in Menschen die sich entweder zu Gott hin bewegen oder sich von IHM entfernen (Jüngerschaft = Nachfolge Jesu).

Nach einer Bibelstunde, in der sich auch einige befanden die Jesus noch nicht persönlich kannten, wollten wir mit Gebet abschließen und fragten ob irgendjemand noch ein Gebetsanliegen habe. Einer der Anwesenden meinte dann: „Bitte betet für meinen Glauben. Ich bin jetzt noch kein Christ, aber ich möchte gerne einer sein, und zwar so schnell wie möglich“. Wow- mich hat’s fast von den Socken gehauen als ich sein Anliegen weitergab. Wann habt ihr so was, dass letzte mal gehört? Eine Woche später hat er dann begriffen das er ja eigentlich schon glaubt und ein, zwei Jungs von unserem Team haben sich dann immer wieder mit ihm getroffen, mit ihm gebetet und versucht alle seine Fragen über Jesus und die Bibel zu beantworten.


Ein anders mal gingen wir in eine Schule und redeten mit der Direktorin der Einrichtung. Als sie mit einem unserer Mädels sprach und heraus fand das wir an Jesus glaubten wurde sie auf einmal ganz begeistert und bekannte das sie so viele Fragen bezüglich Gott und dem „Sinn der Lebens“ hatte und meinte das nicht mehr viel fehle bis sie auch glauben würde. Es stellte sich dann heraus das sie schwanger war, (und in China darf man ja nur ein Kind haben) aber dann in ihrem dritten Monat ganz schlimm anfing zu bluten. Die Ärzte wussten nicht mehr was sie mit ihr machen sollten und nachdem sie dann immer bleicher wurden, bekam sie und ihr Ehemann es wirklich mit der Angst zu tun. In genau dieser Woche begegnete sie dann ein paar Christen (auch gute Freunde von mir die ich schon letztes Jahr kennen lernte) die ihr von der Kraft Jesu erzählten und anboten für sie zu beten. Fast augenblicklich hörte die Blutung auf und die Ärzte bestätigten ihr, dass mit dem Kind alles in Ordnung sei. Ihre Schwiegermutter ist auch Christ, (es sind die Schwiegermütter die in China die Ehe leiten, und oft ihre Söhne zur Scheidungen zwingen wenn deren Frauen sich bekehren, dass ist leider kein Einzelfall) und sagte ihr immer wieder „Ich bete für dich, dass auch du eines Tages zu dem Glauben an Jesus findest“. Genial wie ER das alles leitete und meine Bekannte (die in China wohnt) trifft sich nun mit dieser werdenden Mutter und Direktorin fast täglich. Betet für sie, dass sie und ihr Mann sich dem „Heiler und Retter“ bald vollkommen anvertrauen.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es aber auch nicht immer ganz so einfach war. Eines der Seminare in dem wir für zwei Wochen lehrten und lebten gibt es mittlerweile gar nicht mehr. Nur ein paar Wochen nachdem wir das Seminar verlassen haben und deren Studenten uns mit Tränen in den Augen verabschiedeten, flog die Arbeit dort auf und musste innerhalb von einer Woche geschlossen werden. Die Studenten, von denen viele kaum Geld hatten dort hin zu reisen um mehr von Jesus zu lernen, mussten alle wieder nach Hause geschickt werden.

Auch für mich persönlich war es nicht immer eine einfache Zeit. Ich hatte oft mit schlaflosen Nächten zu kämpfen und wachte deshalb öfters schon mit Kopfweh auf. Eine andere Person unseres Teams kam auch wieder und wieder an ihre Grenzen aus Gründen die ich jetzt hier nicht weiters erwähnen möchte, aber ein großer Teil meiner Zeit in China verbrachte ich damit dieser Person das Leben ein wenig zu erleichtern.

Deshalb noch mal vielen, vielen Dank für eure Gebete die echt wichtig waren und manchmal kam es mir so vor als ob ER mich wieder neu mit Seiner wunderbaren Kraft ausstattete und fragte mich dann, ob jetzt gerade jemand für mich gebetet hatte =).

Ich könnte noch vieles mehr zu China sagen, aber wenn ich dass tue liest keiner mehr meine updates weil sie zu lang sind (zu spät, ich weiß=) Ihr dürft mich aber gerne persönlich darauf ansprechen. Im Großen und Ganzen war es aber wirklich eine so geniale Zeit, und ich habe sehr dafür gekämpft das unser Team nicht mit tausenden von Terminen zu geschüttet wurde, sondern die Möglichkeit hatte aus der Türe raus zu gehen, um selbst Gott zu fragen: „Gibt es da vielleicht eine oder zwei Personen in die ich mich in diesen nächsten 3 Monaten hineininvestieren kann? Eine Person der ich helfen könnte sich einen Schritt näher zu DIR hin zu bewegen?“ Und dann auch wirklich Zeit zu haben mit dieser Person tiefer zu gehen, anstatt von Ort zu Ort und Treffen zu Treffen zu hetzten.

Dazu möchte ich euch an dieser Stelle auch wieder neu daran erinnern/ermutigen. Vergiss die Massen, den auch Jesus hat bevor ER die Massen sah, immer erst einmal „den Einen“ gesehen (z.B.Matthäus, Barthelomäus, Zachäus, die Frau mit dem Blutfluss, die Samariterin, der Mann am anderen Ufer mit der Legion, Saulus auf dem Weg nach Damaskus, mich und dich...). Gibt es da vielleicht eine Person in deinem Umfeld in die du dich für eine längere Zeit hineininvestieren könntest? Ihr helfen könntest Schritte auf Jesus hin zu tun anstatt von IHM weg. Sei es ein Nicht-Gläubiger oder ein Gläubiger der genauso von Jesus wegrennen kann oder zumindest nicht zu IHM hin. Es ist schwierig, weil du nämlich deinen Terminkaleder etwas umstellen musst, aber ich war froh für die Leute die ihre Termine für mich umstellten.

Nach China war ich noch für 3 Tage in Norwegen um dort wieder auf der „Schule für Evangelisation“ zu unterrichten. Der Jetlag war dieses mal fürchterlich, aber die kurze Zeit war trotzdem so genial und die Klasse war einfach der Hammer. Als ich dort war, war auch gerade die größte Zeitung der Gegend dort und schrieb einen genialen Artikel über den „Glauben und wie er sich auf den Alltag auswirken kann“.

Jetzt bin ich gerade in Bayern und mache dort einen dreimonatigen Kurs um in meinem Studium wieder etwas voran zu kommen. „Schule für Biblisch-Christliche Weltanschauung“. Hier lerne ich viel über die Geschichte der letzten 2500 Jahre (including Kirchengeschichte). Wie entwickelte sich unsere Gesellschaft und warum hat sie sich so entwickelt? Wie interpretieren wir unsere Geschichte und wie sieht das ganze aus wenn man es im Licht der Bibel betrachtet? Viele Fragen, viele Bücher, viele Filme=) und einen Ausflug nach Herrenhut, Wittenberg, der Wartburg, Berlin und Prag *juhu*.

Ich freue mich riesig wieder in Deutschland angekommen zu sein. Das Frühstück beinhaltet endlich wieder richtiges Brot and "praise the Lord" for echte Salami =)

Alles Gute, Euer Tobi



















Die Gebetsanliegen findest du ganz unten

Dienstag, 6. Oktober 2009

Mai - Juni

- Im Überblick -

Wie einige von Euch wissen verbrachte ich die letzten zwei Monate daheim in Deutschland. Es ist immer wieder aufs Neue so ein Segen daheim anzukommen und Zeit mit vielen Freunden und Verwandten verbringen zu dürfen. Ich genoss die Gemeinschaft zu Hause und vor allem auch mit meiner Gemeinde in Tamm (ihr seid einfach spitze ;-) Es gab sogar ein paar Tage an dem ich mein Zimmer für mich alleine hatte und verflüchtigte mich in die Welt der Bücher, „Lost“ und Gebet um etwas „Introvert“ zu tanken bevor ich wieder ins Gemeinschaftsleben eintauchte.

An einem der Wochenenden war ich auf einem Seminar (Nordalb) und lernte etwas über die verschiedenen Persönlichkeitstypen und einmal mehr, soviel Spaß es auch macht, man seinen Gegen-über einfach nicht so schnell in eine Box stecken sollte. Wir verändern uns und wachsen in dem wie wir sind. Ich bin froh, dass wenigstens mein Gott mich genau kennt, vor allem in jenen Momenten wo ich mir selber ein Geheimnis bin, und mich selber nicht mehr richtig verstehe.

Zu diesem Thema hat mir gerade erst heute Morgen eine gute Freundin etwas geschrieben...

„Wir verändern uns alle, ob man es wahr haben möchte oder nicht. Die Kunst ist sich dessen bewusst zu sein und die eigene Entwicklung positiv zu beeinflussen.“

Auf der Burg

Bruder und Schwesterle

Ein stolzer Vater und zwei stolze Onkel ;-)

Zum Geburtstag meiner Mama und dem 30 jährigem Ehejahr meiner Eltern hab’ ich unsere Familie für ein Wochenende in eine kleine Burg in Bayern eingebucht, ganz in der Nähe von Nürnberg. Das waren super schöne Tage mit genialem Wetter und es war schön, dass die ganze Familie anwesend sein konnte.

Ein Highlight das auf jeden Fall genannt werden muss war als Tirz ah (die gerade zu Besuch war) und Samuel mich morgens um 5:30Uhr weckten, mir eine halbe Stunde zum Packen gaben und mich dann samt Wohnwagen entführten. Zum Glück musste ich nicht die ganze Fahrt über die Augen geschlossen halten, freute mich dann aber natürlich riesig als ich sie auf dem Campingplatz des Europa-Parks in Rust wieder öffnen durfte. War ein genialer Tag, ihr hättet Samuels und meine Haare sehen sollen als wir aus der Achterbahn heraus kamen ;-) Das Wasser-Rafting war jetzt nicht so der Knüller nachdem das Wasser entschied sich NUR über mich zu ergießen, meine Hose war total durchnässt.

Ansonsten war ich noch auf unserem CV JM-Wochenende im Schwarzwald, bastelte an unserem neuen Gästezimmer im Keller herum, und bereitete mich auf die Zeit in China vor.

Vielen Dank für viele, viele gute Gespräche, Eure Gastfreundschaft und einige neue Gedankenanstöße die wir in Deutschland miteinander teilen durften.

Euer Tobias Hartmann

Samstag, 18. April 2009

März - April 09

-  Im Überblick  - 

„ER ist wahrhaftig auferstanden!“ Jedes Jahr rufen wir uns diese Tatsache gegenseitig zu und wie genial, dass wir mit jedem Jahr ein Stückchen mehr von dem sehen und verstehen dürfen, was dieses historische Ereignis bedeutet. Wir sind Kinder Gottes, Söhne und Töchter des Höchsten, es hat sich tatsächlich alles verändert, wir dürfen zu jeder Zeit zu einem heiligen Gott kommen, dessen Gnade über Gericht, Sünde und Tod triumphiert, dessen Arme weit offen für uns stehen. Ein Leben das man „Leben“ nennen kann, alles andere war ein Reinfall, ein ziemlich böser Reinfall. Ich wünsche uns allen dass wir dieses Auferstehungsleben in uns wirklich erleben, und immer mehr verstehen, was es damit auf sich hat, ganz egal, in was für einer Lebenssituation wir gerade stecken. Nicht nur dann, sondern schon jetzt.

 

Vieles hat sich in den letzten 8 Wochen ereignet. Der Griechisch-Kurs hat nun sein Ende gefunden. Nachdem wir für Wochen an dem Vokabular und der Grammatik gefeilt haben, hatten wir dann doch noch das „Vergnügen“ einige Kapitel des neuen Testamentes aus dem Urtext zu übersetzen. Wir fingen mit 2 Kapiteln aus der Offenbarung an, welche überraschend leicht zu übersetzen waren und auch die Johannes-Briefe und sein Evangelium waren noch im Rahmen des Machbaren. Ich habe große Hochachtung für die Menschen, die die Paulus Briefe  übersetzen. Geniale Gedankenzüge, aber Sätze die einfach nicht aufhören wollen und dazu so logisch aufgebaut, dass es meine Logik nicht mehr ganz verpackt. Das gleiche dachte übrigens auch Petrus vom guten alten Paulus, wie er in seinem zweiten Brief (2. Pet. 2.15.16) zugibt, was ich ziemlich lustig finde. Petrus und seine (falls sie von ihm waren;-) Schreibkünste lassen da dann doch etwas zu wünschen übrig und es scheint als ob er manchmal bloß stichpunkteartig schrieb, so dass man sich die Wörter dazwischen halt noch dazu dichten muss. Die Schriebe des Lukas sind klasse. „High Quality Greek“ wie wir im Englischen immer sagten. Aber auch dieses ausgezeichnete Griechisch ist nicht ganz einfach zu übersetzen, bzw. muss man halt einen Haufen Wörter und Endungen nachschlagen um auf den Trichter des Dichters zu kommen.

Da wir ja gerade Ostern hatten: hier noch ’ne kleine Geschmacksprobe für die, die sich wundern, wie sich das so ungefähr ;-) angehört haben könnte (aus Joh. 3.16a). 

Hutos      garr        äigapäisen    ho     Theos     ton       kosmon,    So      denn        hat geliebt     der     Gott       die        Welt,   

 hoste     ton     hwion   ton   monogenäi      edoken“                  dass    den      Sohn     den einziggeborenen er gab         


   "The g(r)eek school - Die Spinner Schule " Unser Zertifikat                                   kam erst einen Tag später an  

Leider war ich während der letzten 2 Monate körperlich nicht wirklich auf der Höhe. Der Doc hat gemeint, dass ich mir wohl einen Virus eingefangen hab, der durch irgendetwas in der Umgebung andauernd wieder aktiviert wurde und so war ich etwas eingeschränkt und musste öfters mal etwas langsamer machen. Manchmal ist es fast schon nervig, wieder und wieder festzustellen zu müssen, wie zerbrechlich wir Menschen doch sind und die kleinste Unebenheit uns aus dem Gleichgewicht bringen kann. Auf der anderen Seite erinnern wir uns wieder neu daran, dass wir soooo abhängig sind, von einem Gott der uns trägt, uns mit Leben versorgt und uns innerhalb von Sekunden wieder herstellen kann.

Vielen Dank für alle Gebete, mittlerweile sieht es so aus als ob ich nun endgültig über dem Berg bin.

     In Nottingham (Robin Hood-Stadt)

Was mich auch sehr gefreut hat, waren die vielen Besuche, die ich dieses mal auf der „Lodge“ bekam (in 3 Monaten mehr als in den 9). Meine Eltern waren für 5 Tage in England, Sammy war da, mein Bruder Raphael und Benni von der WG haben kurz vorbeigeschaut, fünf Leute von meiner SBS vom letzten Jahr und noch 2 Freunde von den USA. Nach meinem Kurs musste ich nach London runterfahren, um etwas für China zu organisieren und verband den Trip dann gleich mit einem mehrtägigen Besuch bei Sean, einem guten Freund (von meiner SBS) in Brighton an der Südküste Englands, was meinem Körper übrigens sehr gut zu tun schien. Sean ist vollzeitlicher Jugendarbeiter und am Karfreitag tauften sie dort in der Gemeinde ein Mädchen aus seiner Jugendgruppe, die letzten Sommer zum Glauben fand. Ich war ziemlich berührt von ihrem Zeugnis und überhaupt war ich begeistert über die vielen guten Gespräche, die ich dort unten hatte. Es waren Tage überfließend von Ermutigung, Inspiration, neuen Ideen und gutem Essen (Sean ist gelernter Koch=)


         Mit Sean an der Küste von Brighton

Danach ging es wieder hoch nach Nuneaton, wo ich ein wenig Zeit hatte auf die letzten 3 Monate zurück zu blicken und gleichzeitig anfing mich mehr mit den Projekten dieses Sommers zu beschäftigen.

 

Mittlerweile, seit dem 15. April, bin ich nun wieder in Deutschland. Eigentlich habe ich nicht so früh damit gerechnet, aber der 6-wöchige Kurs, für den ich mich ursprünglich angemeldet habe, ist leider schon voll besetzt gewesen und somit werde ich mich jetzt eben schon voll auf die Planung für unseren China-Aufenthalt konzentrieren. Vor zwei Wochen war ich in London um unsere Visas zu beantragen. Diese Woche haben wir sie dann abholen können und sind alle sehr  glücklich, dass es gleich funktioniert hat.

Eine andere tolle Neuigkeit und ein Grund dafür, dass ich schon jetzt zurückgekommen bin ist, dass ich am 14. April zum ersten mal Onkel geworden bin. Alexander und Rebecca haben eine kleine Noa bekommen und wir sind alle ziemlich „high“ und begeistert über den kleinen Nachwuchs-Star. Meine Eltern haben mich gleich am nächsten Tag (15ten) vom Stuttgarter Flughafen abgeholt und sind direkt ins Krankenhaus gefahren um das kleine Wunderwerk zu bestaunen. Super süß die Kleine, und mit ihr haben wir nun ein Haus in dem momentan 4 Generationen zuhause sind ;-)

 

Die nächsten 2 Monate werde ich in Deutschland bleiben, und freue mich sehr den Komfort von daheim zu genießen und Zeit mit meiner Familie, Freunden und Gemeinde zu verbringen. In der Familie stehen demnächst noch mehrere Highlights an und ich bin dankbar, dass es jetzt so reingepasst hat das ich auch dabei sein kann.

Trotz körperlichem hin und her bin ich sehr dankbar für die vergangenen 3 Monate. Ich habe viel lernen dürfen und bin immer wieder neu erstaunt , dass umso mehr ich Gott kennen lerne, desto mehr begreife ich, dass ich noch nicht viel begriffen habe. So bleibt es spannend, dieses Leben und diese Beziehung zu einem Gott, der so ganz anders ist als wir. Manchmal frustrierend, vor allem dann wenn ER es nicht für nötig hält auf unsere Fragen zu antworten;-) Ich frage mich manchmal, ob es sein kann, dass wir ganz einfach die falschen Fragen stellen, uns um die falschen Dinge herumkreisen? Kann es sein, dass unsere Fragen und Anliegen an Gott sich relativ oft um uns selber drehen? Und es ist auch kein Geheimnis, dass wir normalerweise große und spezifische Erwartungen an Gott haben, auf welche Weise wir gerne Seine Antwort empfangen und Seine Stimme hören wollen. Und wieder neu müssen wir erkennen, dass ER sich nicht in eine Box stecken lässt. ER redet und ER leitet, aber ER tut es auf Seine Weise und zu Seiner Zeit. ER leitet uns nicht nur mit den Informationen die ER uns offenbart, sondern auch mit den Informationen die ER uns enthält. Ich wünsche uns allen, dass wir in unserem Leben und in unserem Alltag erkennen, was die „richtigen Fragen“ sind. Die Fragen auf die Gott brennend wartet gefragt zu werden, und sie uns gerne beantworten möchte. Und man darf überrascht sein, wie klar ER manchmal antwortet (auf Seine Weise;-).

Es tut gut sich auf den Hirten der uns leitet verlassen zu können, IHM zu vertrauen. Komplizieret wird’s dann wenn wir meinen den Weg besser zu kennen als der Hirte selbst, und IHM versuchen unsere Ratschläge aufzudrücken.

Angenehmes grassen…

 

„Und lass den Frieden des Christus regieren in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in dem einem Leib! Und seid dankbar!“  -Kolosser 3.15-



            Ich hab ein bissle an meiner Figur gearbeitet ;-)

Freitag, 27. März 2009

Wie vs Was - Menschen nach Seinem Herzen

In den Samuel-Büchern (AT) geht es um die ersten zwei Könige Israels, nachdem das Volk sich   gegen Gott als ihren wahren König entschieden hatte und stattdessen lieber „sein wollten wie dieNationen um sie herum“. Der erste König Israels war Saul. Er kam aus einem relativ unwichtigen Stamm Israels und war alles andere als selbstbewusst zu dem Zeitpunkt seines Amtantritts. Trotzdem fing für ihn alles eigentlich ziemlich gut an und das Volk war begeistert nun endlich einen „richtigen“ König zu haben. Eines Tages, kurz bevor er mit seiner Artillerie in den Krieg zog, verstoß er gegen eine klare Anweisung des derzeitigen Propheten und damit gegen Gottes Anweisung, um sich und seinen Männern ein wenig Zeit und Nerven zu sparen. Von da an verstoß Gott Saul, den frischgebackenen ersten König Israels, was sich dann auch recht schnell in dessen unberechenbarem Benehmen bemerkbar machte.

Ich hab mich immer gefragt warum Gott so streng mit dem armen Kerl war. Ich mein, ’ne kleine Bestrafung könnte ich ja noch nachvollziehen, aber ihm gleich das ganze Königreich wegzunehmen, einen erbärmlichen Tod sterben zu lassen, ihn aber davor noch aufs Äußerste zu blamieren und zu demütigen, erschien mir ziemlich hart.      

Der zweite König ist etwas bekannter als der erste. Er gilt in der Menschheitsgeschichte als ein hervorragendes Beispiel für göttliche Leiterschaft, war super erfolgreich und wird von Gott den „Mann nach MEINEM Herzen“ genannt. Gott versprach ihm ein Königreich das niemals enden wird.

Wenn man sich aber das Leben von König David etwas genauer anschaut, dann fragt man sich schon manchmal, was genau den jetzt der großen Unterschied zu Saul ist. Der gute Mann hat so ziemlich gegen jedes der 10 Gebote verstoßen, und das unter dem alten Bund. Er hat gelogen, überfiel über mehrere Jahre hinweg viele Dörfer und raubte sie aus. Er war der „Bandenführer“ derer die in der Gesellschaft nicht mehr ganz zu Recht kamen und verstoß gegen die Heiligstum-Regeln im 5.Mose-Buch. David hat so viele Kriege geführt und Menschen umgebracht, dass er manchmal nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden konnte und als ob er nicht schon genug Frauen für sich selbst gehabt hätte krallte er sich auch noch die, die schon verheiratet war. 

Stellt man Saul und David nebeneinander sieht es so aus als ob Davids Fehler viel schwerwiegender sind als die von Saul. Beide wurden von Gott erwählt, aber den ersteren mochte ER offensichtlich nicht so sehr wie den zweiten König. 

Der große Unterschied ist das „Herz“ der beiden Könige. Obwohl die richtigen Taten sehr wichtig sind, scheint sich Gott mehr um das richtige Herz, die richtigen Motive, die Haltung hinter den Taten zu kümmern. Gott sieht tiefer als wir es tun, ER hat einen anderen Fokus als wir Menschen.


(Als Samuel David zum König salbte)

1Sa 16:7        Aber Jahwe sprach zu Samuel: Blicke nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen; denn Jahwe sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das Äußere, aber Jahwe sieht auf das Herz. (Und so wurde David zum König gesalbt und nicht seine anscheinend besser geeigneten Brüder)

 

Obwohl David viele Fehler gemacht hat, wandte sich Gott niemals von ihm ab. ER sein sah Herz und kannte den wirklichen David. Er war schnell und von Herzen bereit umzukehren, sobald er erkannte dass er in die falsche Richtung gelaufen ist. Er liebte Gott von ganzem Herzen und sorgte sich mehr um Gottes Ruhm als um seinen eigenen. Er unternahm alles, um das Volk Israel wieder auf ihren Gott aufmerksam zu machen und versuchte IHM zu gehorchen und zu folgen, in allem was er unternahm. 

Manchmal sind wir so sehr damit beschäftigt heraus zu finden, was den jetzt Gottes Wille in dieser und jener Situation ist und hin und wieder verzweifeln wir in dem Versuch Seine Stimme zu hören und zu folgen. Deine Motive mögen die richtigen sein, du möchtest einfach nur tun was ER möchte das du tust, halt eben das Richtige, aber ER scheint zu schweigen.

Die Bibel scheint einen größeren Wert auf das „WIE“ zu legen als auf das „WAS“. Du kannst viele Dinge für dich selbst oder sogar für Gott tun, aber Gott schaut auf dein Herz und zeigt mehr Interesse an dem „WIE“ du etwas tust. Du kannst „das Richtige“ tun und trotzdem am Ziel vorbei schießen.

Das ist der große Unterschied zwischen König David und König Saul. Saul konzentrierte sich mehr auf die „wie stelle ich Gott ruhig – to-do-list“, aber sein Herz war nicht dabei. Er sorgte sich um sein eigens Vorhaben und hörte auf Gott bedingungslos zu vertrauen. 

Ein anderes geniales Beispiel von jemandem der lernte auf das "WIE" zu achten, habe ich in der Joseph-Geschichte entdeckt. Wegen dem Mangel an Charakter der Joseph-Brüder und ihrer schlechten und unfairen Entscheidungen hatte Joseph viele Jahre der Demütigung und Leidens zu ertragen. Schau dir Josephs Reaktion gegenüber seinen Brüdern an. Als er endlich die Möglichkeit hat ihnen eins auszuwischen sagt er bloß, das Gott das Schlechte für Gutes gebrauchte und er ihnen nicht mehr böse ist, sondern sie sogar beschenken möchte. Was für ein genialer Charakter. In all den Jahren des Leides wäre mein Herz vielleicht in Bitterkeit versunken gegenüber solchen Brüdern. Eines ist sicher, das Herz eines Menschen welches vergibt scheint mehr Freude zu behinhalten als das Verbitterte. Es sind nicht nur die Brüder die glimpflich davon gekommen sind, sondern das viel größere Wunder ist das Joseph, einer der soviel Ungerechtigkeit ertragen musste, trotzdem ein Leben der Freude führen konnte. So einem Menschen gehts ganz einfach viel besser.

Manchmal gehen wir eben durch Zeiten, die wir nicht verstehen und die etwas härter sind. Die Frage ist WIE wir damit umgehen und ob sich unser Herz verbittert und Gottes Leitung und Heilung verschließt, oder ob wir IHM weiterhin vertrauen so wie Joseph und David es taten.  

Mögen wir Menschen sein, die Gott ihr ganzes Vertrauen schenken, deren Charakter in Gottes Gegenwart und durch 1000 kleine Alltagsentscheidungen in Jesu’ Charakter umgeformt wird (d.h. uns ist wichtig was IHM wichtig ist, was auf Seinem Herzen liegt).

Frage nach dem „WIE“, dann wird sich Gott ganz bestimmt anstrengen, dass du im Richtigen „WAS“ lebst ;-)

Menschen nach Seinem Herzen!